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Im Dienst der Waldbesitzer

Max Lücking ist neuer Forstrevierleiter in Gutach / Vorbereitungsdienst im April abgeschlossen

Im Rahmen der Sitzung der Forstbetriebsgemeinschaft Gutach wurde auf Max Lücking als Forstreviernachfolger aufmerksam gemacht. Am Montag, 6. April, ist Lückings erster Arbeitstag im Gutacher Revier.

Er habe gehört, dass die Waldbesitzer in Gutach mit ihrem Wald gerne wirtschaften sowie etwas bewegen wollen und auch, dass er als neuer Forstrevierleiter in große Fußstapfen treten dürfe, nämlich in die seines Vorgängers Frank Werstein. Darauf freut sich Max Lücking schon sehr, wie er im Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt verriet. Der 26-Jährige hat nach seinem Studienabschluss an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar eine Stelle als Trainee im Bereich Bundesforst bei der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) angenommen, die im April beendet sein wird. Am Montag, 6. April, ist sein erster Arbeitstag als neuer Revierleiter in Gutach. Im Rahmen seines Trainee Programms arbeitet er seit Herbst 2018 in der Hohen Rhön und betreut den Forst auf dem Truppenübungsplatz im bayerischen Wildflecken. Er hospitierte auf dem amerikanischen Truppenübungsgelände in Böblingen und ist zurzeit in Berlin im Zentralinnendienst der Bima im Bereich biologische und technische Produktion und Holzverkauf. Bisher hat Lücking die Arbeit im Staats- und Kommunalwald sowie eine Sonderform beim Bundesforst kennengelernt. Gerne möchte er sich „intensiver mit den Herausforderungen der Privat- und Kommunalwaldbetreuung“ beschäftigen. Dabei wird ihm die Kundenorientierung, nach der er bisher arbeitete, nützlich sein. „Ganz wichtig ist mir, dass das Stück Privatautonomie, das die Waldbesitzer haben, gewahrt wird“, sagt er und erklärt: Der Privatwald unterliegt, im Unterschied zu anderen Ländern, weiteren Inhalts- und Schrankenbestimmungen durch Dritte, beispielsweise dem Waldbetretungsrecht. „Meine Aufgabe ist es nach Kundenwunsch zu beraten, Varianten und Modelle aufzuzeigen, deren Folgen und Aufwand sowie Kosten und Erträge zu präsentieren und Möglichkeiten darzulegen sowie Empfehlungen auszusprechen“, sagt er und will sein Augenmerk in den Dienst zum Vorteil der Waldbesitzer legen.

Individuelle Lösungen

Außerdem liebt er nicht nur die Herausforderung, mit Menschen in Bezug zum Forst zu arbeiten und individuelle Lösungen zu finden: „Es gibt unterschiedliche Waldbesitzer, Ansichten und Ansprüche. Das ist spannend“, sagt Lücking. Zudem arbeitet er als Förster gerne in der Natur und eine Anschlussaufgabe in diesem Bereich ist bei der Bima nicht unbedingt gegeben. Deshalb bewarb er sich auf die freigewordene Stelle in Gutach.

Räumliche Nähe

Gerne möchte Lücking mit seiner Ehefrau, die zurzeit noch in Rottenburg lebt und eine Referendariatsstelle im Schuldienst in Baden-Württemberg anstrebt, in oder in räumlicher Nähe zu Gutach wohnen und sucht dort nach einer passenden Wohnung. „Als Förster will ich „meinem“ Revier nahe und dort ansprechbar sein“, sagt er zum Anspruch an seinen Wohnort und mit Blick auf seinen Beruf, der für ihn ebenso Berufung und Hobby bedeute, so Lücking. Auch mit Kollegen im Umfeld ist er bereits bekannt und möchte bald eine Gelegenheit nutzen, sich den Gutacher Waldbesitzern persönlich vorzustellen.

 

Martina Baumgartner

Offenburger Tageblatt

Zurzeit arbeitet Max Lücking im Rahmen seines Trainee-Programms in der Zentrale der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Berlin.