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2021: "Das Jahr der Hoffnung"

Immer zum Neujahr formuliert der Gutacher Bürgermeister Siegfried Eckert im Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt seine zehn Ziele für Gutach. Einige sind geblieben, weil es 2020 noch nicht geklappt hat.

Das Jahr 2020 hatte Bürgermeister Siegfried Eckert unter das Motto „Das Jahr der Umsetzung“ gestellt. Damit hat es allerdings nicht überall geklappt – und Corona war da nur einer von mehreren Gründen. So sind einige seiner zehn „Baustellen“ geblieben, und das Jahr 2021 nennt er nun – auch mit Blick auf die Corona-Krise – das „Jahr der Hoffnung“.

1. Gewerbegebiet „Hirschacker“:
Die Vermarktung der restlichen Grundstücke im Gewerbegebiet „Hirschacker“ (hinter der Tankstelle Sum in Gutach-Turm) soll in diesem Jahr gelingen. Es gebe ernsthafte und gute Interessenten für das Gebiet.

2. Baugebiet Lindenmatte:
Das Interesse an Bauplätzen ist in Gutach nach wie vor sehr groß. Hinter dem Gasthaus „Linde“ sollen zehn Bauplätze entstehen, der Bebauungsplan steht in diesem Jahr auf der To-do-Liste.

3. Anbau Kindergarten:
Diese Baustelle ist noch vom vergangenen Jahr „übrig“ geblieben, weil der Fördertopf leer war. Nun gibt es einen neuen, allerdings mit 30.000 Euro weniger Zuschuss. Der Bescheid ist aber bereits da, im Frühjahr soll gebaut werden.

4. Neue Anbindung Sulzbach/Grub:
Auch hier wartete die Gemeinde lange auf den Förderbescheid. Die Pläne wurden bereits in der Gemeinderatssitzung im Dezember vorgestellt, die neue Straße von der B33 aus soll in diesem Jahr gebaut werden.

5. Breitbandausbau:
Eine Baustelle, die nicht in einem Jahr erledigt sein kann. Aber Gutach ist in der ersten Phase dabei, die Bundesförderung ist für alle unterversorgten Gebiete zugesagt. Der Gemeinderat wird im Frühjahr noch die Priorisierung festlegen müssen, wo es als erstes losgehen soll.

6. Bauernmarkt/Rössle:
Auch wenn dies kein kommunales Projekt ist, so setzt sich Bürgermeister Siegfried Eckert doch sehr dafür ein. Rössle und der neue Bauernmarkt sollen im Frühjahr eröffnen, und mit der Wiese gegenüber, die Günter Hehl pachten wird, werden auch mehr Parkplätze geschaffen.

7. Baugenehmigung „Linde“:
Der Verkauf der „Linde“ hat im vergangenen Jahr geklappt. Die Private Schlosshotel-Collection arbeitet intensiv an den Plänen, und die Gemeinde Gutach will das Ihre dazu beitragen, dass möglichst bald die Baugenehmigung erteilt wird.

8. Eröffnung Schwarzwald-Modell-Bahn:
Auch dies ist kein kommunales Projekt, aber gut für die Kommune. Die Eröffnung gehört im „Jahr der Hoffnung“ natürlich auf die Liste.

9. Leerstands-Management:
Hier gibt es mehrere Hoffnungen, die durch Gespräche genährt werden: Eine Zahnärztin und eine Apotheke wären das „Sahnestück“ für ein medizinisch genutztes Erdgeschoss des Hauses Welker in der Ortsmitte, außerdem, ist die Filiale einer Fahrschule im Gespräch.

10. Schuldenabbau:
Siegfried Eckert hatte 2003 mit einem Pro-Kopf-Schuldenstand von 680 Euro begonnen, zum Jahresende wird man bei 350 Euro liegen. „Mein Vater hat in Pfaffenweiler die Nullverschuldung geschafft, das werde ich in meiner Amtszeit nicht mehr hinbekommen“, sagt Siegfried Eckert. Aber er will trotz schlechter Vorzeichen in diesem Jahr sämtliche „Baustellen“ ohne neue Kredite bewältigen.


Baustellen 2020:
Die Baustellen 2020 wurden angepackt, aber außer dem Verkauf der „Linde“ ist keine wirklich erledigt. Der Lärmaktionsplan wird gerade von einem Rechtsanwalt überarbeitet, der Kindergarten-Anbau, die Erschließung Baugebiet Hasemannweg, die Gemeindegebäude (Dachsanierung Feuerwehrgerätehaus und Heizung für das Gemeindehaus) wurden verschoben, ebenso die Anbindung Sulzbachweg. Der Breitbandausbau Steinenbach wurde gestoppt, weil bei einem Neuantrag mehr Fördergeld heraussprang, und die Gasversorgung der EGT verzögerte sich wegen Corona.

Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt

 

Auf der „Lindenmatte“ hinter dem Gasthaus „Linde“ in Gutach sollen zehn Einfamilienhäuser entstehen. Der Bebauungsplan soll 2021 auf den Weg gebracht werden.