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Barrierefreie Wohnungen in der Ortsmitte

Umbau des ehemaligen Edekamarkts und des Bistros »Schlupfwinkel« soll im Mai beantragt werden

Das Schicksal des ehemaligen Edekamarkts und des »Schlupfwinkel« scheint besiegelt: Der Eigentümer will dort in der Ortsmitte Gutachs barrierefreie Wohnungen einbauen.

Die Verhandlungen des Getränkemarkts Lauble mit dem Eigentümer des ehemaligen Edeka-Markts in der Gutacher Hauptstraße sind offensichtlich geplatzt. Die Filiale des Markts aus St. Georgen neben dem Norma-Markt ist seit Mitte des Monats geschlossen. Hans-Jürgen Lauble betonte gegenüber dem Offenburger Tageblatt, dass er nach wie vor daran interessiert sei, in Gutach weiterhin eine Filiale zu betreiben. Am bisherigen Standort war nach zehn Jahren der Mietvertrag ausgelaufen (wir berichteten), für einen Verbleib dort sei der Vermieter »zu unbeweglich«, sagte Hans-Jürgen Lauble bereits Anfang Februar. Dort scheint bereits ein neuer Pächter in den Startlöchern zu stehen, der das Areal touristisch nutzen will. Mehr möchte er aber noch nicht verraten.

Und was wird nun aus dem Gebäude in der Ortsmitte an der Hauptstraße? Der ehemalige Edekamarkt ist bereits seit zehn Jahren ein Leerstand. Die Hoffnungen der Gemeinde, dort einen Kinderarzt anzusiedeln, scheiterten an der Beschränkung der Kinderarztpraxen im Ortenaukreis. Der »Schlupfwinkel« schloss im vergangenen Jahr, als der Betreiber hinüber in die leer stehende »Krone« wechselte. Er sitze gerade an den Vorbereitungen für einen Bauantrag. den ehemaligen Markt und die Gaststätte in altersund behindertengerechte Wohnungen umzubauen, sagte Eigentümer Reinhold H. Welker auf Anfrage des Offenburger Tageblatts.

Nach derzeitigem Planungsstand sollten dort sieben moderne und barrierefreie Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern entstehen können. Die Fenster zur künftig »wohl nachts verkehrsberuhigten Hauptstraße« würden mit einem guten Schallschutz ausgestattet. Bedingt durch eine automatische Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung von der hinteren Gebäudeseite könnten diese zu Schlaf- und Ruhezeiten geschlossen bleiben. Die zentrale Lage und geringe Wohn-Nebenkosten (geringer Energieverbrauch und Barrierefreiheit ohne teure Aufzugskosten) brächten einen »hohen Attraktivitätsgrad«. Welker möchte den Antrag bis Ende Mai einreichen, der Umbau wäre dann für 2020 denkbar.

Claudia Ramsteiner
Offenburger Tageblatt