im Schwarzwald | Heimat des Bollenhutes

"Der persönliche Kontakt fehlt"

Die Pandemie hat unseren Alltag voll im Griff. Auch die Rathäuser und Ortsverwaltungen mussten sich auf die neuen Gegebenheiten einstellen. Die Bürgermeister und Ortsvorsteher erklären, wie sie mit der Corona-Krise umgehen – heute der Bürgermeister von Gutach, Siegfried Eckert.

Herr Eckert, wie verbringen Sie momentan Ihre Zeit?
Ich bin im Rathaus nach wie vor präsent. Die Außentermine fallen natürlich weg, aber einzelne andere Termine nehme ich wahr – mit gebührend Abstand, versteht sich. Abends hat man jetzt viel Zeit und staunt, was man vorher alles gemacht hat. Jetzt habe ich zum Beispiel mal meine Terrasse von Grund auf geputzt und dabei richtige Erfolgserlebnisse gehabt (lacht).

Was sind Ihre größten Sorgen?
Meine größten Sorgen sind sicher gesundheitlicher Art, was unsere Mitbürger angeht. Ich hoffe, dass niemand erkrankt. Der Wunsch ist uns in Gutach ja bis heute gewährt geblieben, ein großes Lob an die Gutacher! Natürlich sorge ich mich aber auch um die Geschäfte und unsere Firmen. Ich hoffe, alle kommen über die Runden.

Was vermissen Sie am meisten?
Ganz klar den persönlichen Kontakt zu meinen Mitbürgern! Jubilarbesuche zum Beispiel fallen zur Zeit ja weg, bei diesen rufe ich dann an. Aber der direkte Kontakt zu den Menschen ist für mich elementar und man merkt, dass er im Moment sehr fehlt.      

Lisa Kleinberger, Schwarzwälder Bote