im Schwarzwald | Heimat des Bollenhutes

Die Ausstellung der Hobbykünstler Gutach e.V. am Wochenende 19./20. November 2022 war sehr gut besucht.

Nach der Corona-Zwangspause konnte endlich wieder gestöbert und erste Weihnachtsgeschenke erworben werden.

Bürgermeister Siegfried Eckert und Rita Zajonc vom Verein der Hobbykünstler eröffneten am Samstag gut gelaunt die Ausstellung.

Mit dabei waren die französischen Freunde aus der Partnergemeinde Stosswihr, die die Veranstaltung unter anderem mit Wein und Käse und Backwaren aus dem Elsass bereicherten.

Amüsiertes Schmunzeln riefen die „aus dem Handgelenk“ gezeichneten Karikaturen von dem dort lebenden François Bouillon beim Publikum hervor, wie der Comicstrip vom Bürgermeister während seiner Begrüßungsrede.

Bouillon, mit Künstlernamen „Uff“, verkauft seine Werke nicht auf der Ausstellung, sondern hält besondere Momente der Veranstaltung humoristisch fest.

Er ist in Gutach ein alter, gern gesehener und lieber Bekannter.

Ein Wiedersehen gab es auch zwischen einigen Ausstellern, die schon seit Jahren bei der Ausstellung vertreten sind. Auffallend viele neue Hobbykünstler präsentierten sich jedoch dieses Mal in der Gutacher Festhalle.

So war es eine Premiere für Sarah Albrecht, ihre Origami-Kunst und Häkelarbeiten auszustellen. Unter anderem filigrane Papierdiamanten und Teelichte, kreiert nach der japanischen Kunst des Papierfaltens, fanden großes Interesse bei den Besuchern.

Eine ganz andere Art von Faltarbeit, die nicht minder Geduld und Fingerfertigkeit erfordert, zeigte Hartmut Schulz, der aus Büchern individuelle Kunstwerke faltete. Neu dabei war auch Luba Uffländer, die auf Wunsch schnell und präzise ein Scherenschnitt-Portrait des Gegenübers anfertigte, das als Andenken mit nach Hause genommen werden konnte.

An ihrem Stand konnten außerdem Acryl- und Aquarellgemälde bewundert werden. Insgesamt lag der Fokus der diesjährigen Aussteller auf farbenfroher Malerei, Dekoratives aus Holz, Glas und Stoff. Von kunstvollen weihnachtlichen Objekten wie Laubsägearbeiten über Grußkarten bis hin zu Taschen in den unterschiedlichsten Größen war für jeden Geschmack etwas dabei.

Auch die Gravuren auf Glas, die Pascale Drey nach Vorgabe der Auftraggeber gestaltete, fanden große Resonanz.

Gerne erklärten die Aussteller im Gespräch die Hintergründe ihres Hobbys und gewährten Einblicke in die Anfertigung. Für die Verköstigung der Besucher hatten sich die Landfrauen wieder allerhand Leckeres einfallen lassen. Der Besucherandrang war an beiden Tagen so groß, dass die Landfrauen beizeiten die Küche auffüllen mussten und somit ihr Talent zur Improvisation gefordert war.

„Wir sind überwältigt von der großen Resonanz und sehr glücklich darüber,“bilanzierte Martina Zwick, Vorsitzende der Hobbykünstler, auf Nachfrage. Die ersten Buchungen für die Ausstellung nächstes Jahr liegen laut Zwick sogar jetzt schon vor.

Die Gutacher Ausstellung der Hobbykünstler gibt es seit 1996 und wurde in den Anfängen damals noch unter der Regie von Pfarrer Rolf Berger im evangelischen Gemeindehaus durchgeführt. Nachdem die Festhalle renoviert worden war, ist die Ausstellung dorthin verlegt worden.

 

Eveline Kern, Schwarzwälder Bote

Über eine gehäkelte Schnullerkette freute sich die fünf Monate alte Frida - hier mit ihrer Mama Laura. Häkelarbeiten und Origami-Kunst wurden von Sarah Albrecht erstmals bei den Hobbykünstlern präsentiert. Im Hintergrund ist Karikaturist François Bouillon bei der Arbeit zu sehen.