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Gemeinde Gutach bittet um Hinweise im Fall der ertränkten Katzen

Auf diesen beiden Fotos ist der Eimer abgebildet, in dem die ertränkten Katzen in Gutach beim ehemaligen Bahnhof abgelegt waren.

Wer kennt diesen Eimer? Wer kann entsprechende Hinweise geben?

Die Tierrechtsorganisation PETA hat eine Belohnung von 1.000 Euro ausgeschrieben.

Ihre Hinweise werden auch gerne vertraulich behandelt! Bitte wenden Sie sich an die Gemeinde Gutach 07833/9388-88 (Hauptamtsleiter Fritz Ruf) - vielen Dank!

 

Tote Katzen: »Peta« setzt Belohnung von 1000 Euro aus

Tierschutzorganisation schaltet sich nach grausigem Fund am Gutacher Bahnübergang ein.

Nach dem Fund zweier Katzen am Bahnübergang Gutach schaltet sich jetzt die Tierschutzorganisation People for the Ethical Treatment of Animals (Peta) aus Stuttgart ein. Das geht aus einer Mitteilung  von Peta hervor.

Einer Polizeimeldung zufolge entdeckte eine Mitarbeiterin des Tierschutzvereins Hornberg am Samstag am Bahnübergang Gutach einen Plastikeimer mit zwei toten Katzen darin. Die Tiere wurden offensichtlich ertränkt und am Freitag, 07.02. oder Samstag, 08.02. am dortigen Holzablageplatz abgestellt. »Die Samtpfoten waren ausgewachsenen und braun getigert«, heißt es in der Mitteilung. Das Polizeirevier Haslach nimmt unter  Telefon 07832/97 59 20 Zeugenhinweise entgegen

»Um den mutmaßlichen Tierquäler zu finden, setzt Peta nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den Unbekannten überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich unter Telefon 0711/8 60 59 10 oder per E-Mail an carolinvs(at)peta.de bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.

»Bitte helfen Sie mit, diese herzlose Tat aufzuklären«, wird Judith Pein im Namen von Peta in der Mitteilung zitiert. »Sollte jemand die Katzen tatsächlich ertränkt haben, so muss er gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Peta fordert außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück«, heißt es weiter.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlands sagte dazu: »Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.«  Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt Peta in der Broschüre mit dem Titel »Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei« auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient, so die Tierschutzorganisation in der Mitteilung.

Peta setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen, heißt es abschließend. Weitere Informationen: www.peta.de/tierqual

Lena Weimer
Schwarzwälder Bote Kinzigtal