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Großes Interesse am Talentpool des „Zukunftskerns“

„Rund 200 Studierende und Absolventen werden künftig jährlich Sulution Labs, Workshops und weitere Programme des ‚Zukunftskerns‘ durchlaufen – ein großes Potenzial“, fand Patrick Zalewski.

Er war einer der sieben Teilnehmer, sechs junge Männer und eine junge Frau, die in Freiburg verschiedene Richtungen Management studieren.
Sie präsentierten am Donnerstag, 2. Juni 2022 die Ergebnisse ihrer Arbeit von vier Tagen: Die Entwicklung eines Talentpools.

Dieser soll sowohl die Teilnehmer der „Solution Labs“ im Gutacher Alemoserhof mit den Unternehmen der Region wie auch untereinander vernetzen.
Die Präsentation fand vor ziemlich leerer Festhalle statt, was Carsten Hutt, der Initiator dieser „Solution Labs“ aber kaum enttäuschte – waren doch am Abend zuvor zum Grillen etliche Unternehmer und Partner gekommen, um in lockerer Atmosphäre bereits Netzwerke zu knüpfen.
Die Entwickler wollen die Vorteile eines internen und eines offenen Talentpools vereinen. In Interviews mit Unternehmen wurde deren Hauptprobleme eruiert und wie die Stellenausschreibungen bisher erfolgen. Die Firmen offenbarten Probleme, an junge Menschen zu kommen und deren Blickwinkel zu verstehen. Die Stärkung der Attraktivität der Region sei von Bedeutung, um überhaupt junge Menschen anzuziehen und hier halten zu können.

Martin Heinzmann, Vorstand der Volksbank Mittlerer Schwarzwald bestätigte: Vor fünf Jahren habe er noch die Niedrigzinspolitik für die größte Herausforderung gehalten. Heute sei es die Schwierigkeit, an Fachkräfte zu kommen. Es werde immer mehr zum Glücksspiel, offene Stellen besetzen zu können.
Der Pool sollte vorwiegend wie eine Socialmedia-Plattform gestaltet werden, auf der sich Talente und Unternehmen präsentieren können. Intensiv hatten die jungen Leute die Möglichkeiten des „Virtual Reality“ (VR) beleuchtet, die im Talentpool des „Zukunftskerns“ eine wichtige Rolle spielen soll. Es wurden praktische Beispiele gezeigt, wie etwa Siemens mit VR ein greifbares Bild des Unternehmens darstellt oder auch die Deutsche Bahn, die damit auch ressourcenschonend Zugbegleiter und Lokführer schult.
Der „Zukunftskern“ könnte die Hardware in Form von VR-Brillen bereitstellen, nächste Schritte wären die Suche nach einem Kooperationspartner für die Hardware und ein VR-Pilotprojekt in einem Unternehmen. Carsten Hutt lobte die Arbeit der Studierenden, die in nur vier Tagen „enorm weit“ gekommen seien.

„Dass Studierende hier in Gutach arbeiten, ist etwas Besonderes“ – und auf seine Frage, wo sie sich in fünf Jahren sehen, spielten das Glück und ein interessanter Job die größten Rollen.

Ein Job wird auch in Gutach in fünf Jahren frei – wenn Siegfried Eckert nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wird.

Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt

Brachten den „Zukunftskern“ wieder einen Schritt nach vorn: von links Bürgermeister Siegfried Eckert, Benjamin Ganal und seine Studierenden Gery Maisler, Andreas Seel, Patrick Zalewski, Stella Costantini, Nicolas Trautwein, Fridoline Emmerich, Kristan Hellmig, rechts der Leiter des „Zukunftskerns“ Carsten Hutt.