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Jahreshauptversammlung SPD am Freitag, 30. Oktober 2020

Der vor zwei Jahren neu gewählten Führungsriege der Gutacher SPD ist bei der Hauptversammlung erneut einstimmig das Vertrauen ausgesprochen worden. Den bisher vakanten Posten des Schriftführers übernimmt Ernst Wöhrle. In der vergangenen Amtsperiode leistete der Vorstand des Ortsvereins (OV) gute Arbeit bei den Gemeinderatswahlen. „Wir konnten unsere drei Sitze im Rat halten“, stellte Vorsitzender Gerhard Wöhrle fest. In seiner Gesamtschau des kommunalpolitischen Geschehens ging Wöhrle, der auch Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat ist, auf die vielfältigen Aufgaben der Gemeinde ein. Froh sei er über die gute ärztliche Versorgung im Ort und darüber, dass mit Max Lücking ein Nachfolger für das Forstrevier gefunden worden sei. Auch die erfolgreiche Sanierung der Kirchenbrücke sowie die positiven Entwicklungen in der Gastronomie sind laut dem Vorsitzenden sehr erfreulich. Der W-LAN Ausbau dagegen beschäftige den Ortsverein sehr. „Ich bin skeptisch“, gestand Wöhrle. Zu befürchten sei, dass sich etliche Familien aufgrund der weiten Wege und den damit verbundenen hohen Kosten gegen einen Anschluss entscheiden werden. Auch in Sachen Lärmaktionsplan wolle die Bevölkerung wissen, wie es weitergehe. „Die erträumte Umfahrung von Gutach erlebe ich wohl nicht mehr, aber vielleicht ist mir das ja mit dem Bahnübergang vergönnt“, spielte Wöhrle auf die derzeit laufenden Gespräche in der Angelegenheit an. Weitere anstehende Aufgaben seien der Kindergartenanbau und die Sicherung als Schulstandort. Auf einen vollen Kalender blickte die stellvertretende Vorsitzende Bärbel Schwendemann bei ihrem Jahresbericht 2019 zurück. Sowohl Bürgermeister- als auch Gemeinderatswahlen waren zu bewältigen. Auf einige Themen, die Wöhrle angesprochen hatte, ging Bürgermeister Siegfried Eckert in seinem Grußwort ein. Zunächst jedoch war es ihm ein Anliegen, der SPD-Fraktion im Gemeinderat eine gute Arbeit zum Wohle der Bürgerschaft zu bescheinigen und dafür bedankte er sich. In Sachen Lärmaktionsplan werde in zwei Wochen ein Treffen mit den beteiligten Behörden stattfinden. „Letztendlich entscheidet der Gemeinderat“, betonte Eckert. Hinsichtlich des Schulstandortes sei Gutach stabil, versicherte der Bürgermeister. Im März soll es mit dem Kindergartenanbau losgehen. Es sei mit 98.000 Euro Fördermitteln zu rechnen, rund 20.000 Euro weniger als erhofft. „Trotz Zusage war der Fördertopf leer und die jetzigen Mittel kommen aus dem neu aufgelegten Programm“, erklärte Eckert. Ein tolles Vorbild für ein gutes Miteinander sei Gutach, lobte Karl-Rainer Kopf, Kreisvorsitzender der Ortenau. Der von der Partei nominierte Landtagskandidat beglückwünschte die Genossen zu dem überzeugenden Wahlergebnis von 33 Prozent bei den Kommunalwahlen. „Bei euch passiert viel und ihr seid klein, aber oho“, attestierte Kopf dem Ortsverein rührige Parteiarbeit. Nach Durchführung der Regularien und der Wahlen bezog Kopf Stellung zur Landespolitik und den aktuellen Beschränkungen aufgrund der Pandemie. Auch wenn über Details der gegenwärtigen Verordnungen diskutiert werden kann, führt laut Kopf kein Weg daran vorbei, die Kontakte untereinander zu reduzieren.

Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis:
Vorsitzender Gerhard Wöhrle, stellvertretende Vorsitzende Bärbel Schwendemann, Kassierer Werner Blum, Schriftführer Ernst Wöhrle, Beisitzer Agnes Wöhrle und Richard Bramowski, Kreisdelegierter Gerhard Wöhrle, stellvertretende Kreisdelegierte Bärbel Schwendemann.

In der Versammlung gewürdigt wurde das 10jährige Engagement von Richard Bramowski im SPD-Ortsverein Gutach.

Evelyn Jehle, Schwarzwälder Bote

von links: Kassierer Werner Blum, Beisitzer Richard Bramowski, Schriftführer Ernst Wöhrle, Beisitzerin Agnes Wöhrle, vorne von links: stellvertr. Vorsitzende u. stellvertretende Kreisdelegierte Bärbel Schwendemann, Vorsitzender Gerhard Wöhrle, Karl-Rainer Kopf, Kreisvorsitzender der Ortenau.