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Junge Gutacherin auf Erfolgskurs

Ski alpin: Schon im Vorjahr konnte Alessia Panduritsch einige Erfolge einheimsen und ging mit großen Erwartungen in die Ski-Rennsaison Nach dem langen Sommertraining und den zahlreichen Schneelehrgängen im Herbst fieberte die junge Alpin-Skifahrerin Anfang Januar ihrer ersten Standortbestimmung der Saison mit großer Aufregung entgegen. Beim Schülereröffnungsrennen des Skiverbands Schwarzwald Bernauer Hofeck fuhr Alessia Panduritsch (TuS Gutach) auf kupierter Piste mit Geländeübergängen trotz hereinziehendem Nebel den Sieg in der U14 ein. Am Tag danach musste sie nach ihrem Ausfall beim Slalom gleich den ersten Rückschlag wegstecken. Dass Alessia damit keine Probleme hat, bewies die vielseitige Sportlerin am Monatsende bei der Landesschülermeisterschaft auf der FIS-Piste am Bernauer Hofeck. Das Podest der U14 blieb zwar fest in schwäbischer Hand, Alessia Panduritsch erzielte hier mit Platz sechs (Gesamt 11. ) eine Top-Ten-Platzierung für den Skiverband Schwarzwald.

Im Februar war der österreichische Wintersportort Mellau im Bregenzerwald Austragungsort hochkarätiger alpiner Skirennen, bei denen die Schülerklassen U14 und U16 der beiden baden-württembergischen Skiverbände zum sportlichen Kräftemessen aufeinandertrafen. Alessia war an beiden Tagen die schnellste Schwarzwälder Athletin der jüngeren Klasse und stieg jeweils als Dritte aufs U-14-Podest.

Anfang März U-14-Finale in Kirchberg

Durch ihre Ergebnisse hatte sich Alessia für das Finale des Deutschen Schülercups der U14-Jahrgänge qualifiziert. Zusammen mit Pirmin Burger (SZ Elzach) und Silas Söllner (ST Freiburg) starteten die drei für den Skiverband Schwarzwald in unmittelbarer Nähe der berüchtigten Streif-Abfahrt in Kirchberg-Kitzbühel. Hier musste sich die Gutacherin gegen 60 starke Konkurrentinnen behaupten. Das steile Gelände mit Übergängen und auch die Länge des Kurses stellten eine zusätzliche Herausforderung dar. Dennoch gelang Alessia auf Rang 32 und 29 die Platzierung im Mittelfeld. Nach der krankheitsbedingten Abreise war eine zweiwöchige Zwangspause für Alessia nötig.

Im Schwarzwald ganz vorne

„Bei den Schülerabschlussrennen am Feldberg wollte ich unbedingt wieder fit sein“ erklärte sie und überraschte hier ihre Konkurrenz am letzten Renn-Wochenende noch einmal: sowohl im Slalom als auch im Parallelslalom zog sie klar davon und gewann beide Rennen der U14.

Nach Abschluss der Rennsaison steht Alessia jetzt als zweitbeste Baden-Württembergerin ihres Jahrgangs in der Schülerrangliste des Deutschen Skiverbandes. Dadurch ist auch ihr Ziel der Nominierung in den Landeskader greifbar nahe. „Unter die Top 15 der Rangliste will ich es langfristig schaffen“ hat sie sich fest vorgenommen, und ist entschlossen, dies nicht dem Zufall zu überlassen. Das Saisonende läutet auch gleichzeitig wieder die Vorbereitungsperiode für den nächsten Winter ein. Solange wie möglich fährt Alessia noch Ski, über den Sommer hält sie sich mit dem Mountainbike fit. Und auch auf dem Rad ist es Alessia, die ganz vorne das Tempo angibt. 

Claudia Schwendemann