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Kindergartenerweiterung läuft jetzt

Die Arbeiten für den Anbau des Gutacher Kindergartens haben bereits begonnen. Am Freitag, 16. April 2021 traf man sich noch zum offiziellen Spatenstich. Die ursprüngliche Kostenplanung von 340.000 Euro ist allerdings nicht zu halten.

„Wir sind froh, dass es nun losgeht“, freute sich Pfarrer Dominik Wille am Freitag, den 16. April 2021 über den offiziellen Spatenstich zur Erweiterung des Gutacher Kindergartens Unterm Regenbogen. Am Dienstag nach Ostern hatten die Bauarbeiten bereits begonnen. Bereits im Dezember 2018 hatte der Gemeinderat die Pläne für die Erweiterung um gut 150 Quadratmeter genehmigt. Dass bis zum Baubeginn nun noch mehr als zwei Jahre ins Land gegangen sind, lag vor allem daran, dass die erwartete Förderung nicht kam.

Inzwischen wurde eine neue – allerdings etwas geringere – Förderung zugesagt. Derweil sind die Baukosten angestiegen, bei den ursprünglich geplanten

340 000 Euro wird es sicher nicht bleiben, nachdem die ersten Gewerke schon mit einer deutlichen Kostensteigerung vergeben wurden. Die neue Kostenberechnung werde am Mittwoch, 21.04.2021 im Gemeinderat vorgestellt, sagte Bürgermeister Siegfried Eckert.

"Würde heute mehr als das Doppelte kosten"

„Wir sind gottfroh, dass wir den Kindergarten vor 13 Jahren schon gebaut haben, heute würde er wohl mehr als das Doppelte kosten“, so Eckert. Er dankte der Kirchengemeinde und der Kindergartenleitung für das Verständnis und dem Architekten Hans-Jürgen Schneider für die Geduld, weil immer wieder umgeplant werden musste. „Wir haben sehr darum gerungen“, bestätigte dieser, um die gesetzlichen Vorgaben, die Wünsche des Kindergartens und die finanziellen Möglichkeiten unter einen Hut zu bringen. Tatsächlich baue man nun keinen Quadratmeter zuviel, und doch sei alles abgedeckt, was gefordert ist – allerdings nicht zu dem Preis, den sich die Gemeinde vorgestellt hat.

Auch am Mittwoch, 21. April 2021 wird in der Gemeinderatssitzung voraussichtlich die Ausschreibung von zwei Gewerken wieder aufgehoben, weil nur je ein Anbieter ein Gebot abgegeben hatte, und weil diese beide rund 90 Prozent über der Kostenberechnung liegen. Man habe aber gar keine andere Wahl, als nun zu bauen, weil die Betriebserlaubnis für den Kindergarten sonst in Gefahr sei.

Beim Inventar und beim Außenbereich hofft man auf die Hilfe von Stiftungen. Wie bereits damals beim Bau des Kindergartens wird auch jetzt wieder die Evangelische Stiftung Schönau Bauholz spenden, berichtete Pfarrer Dominik Wille.

Spannendes Schauspiel

Kindergartenleiterin Annette Furtwängler verwies auf den beengten Platz, der Turnraum fehle den Kinder schon – dafür verfolgten sie nun mit Spannung die Bauarbeiten. Sie freute sich auch über das Entgegenkommen des benachbarten Norma-Markts, der dem Kindergarten mit der beengten Parksituation während der Bauzeit entgegenkommt.

Über die vielen kleinen Zuschauer freut sich der Oberwolfacher Bauunternehmer Martin Rauber. Schließlich sei neben den derzeit hohen Rohstoffpreisen der Fachkräftemangel ein großes Problem. Möglicherweise könne man hier ja beim einen oder anderen die Begeisterung fürs Baugewerbe entfachen.

Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt

Von links: Architekt Hans-Jürgen Schneider, Bauunternehmer Martin Rauber, Kindergartenleiterin Annette Furtwängler, Bauhofleiter Björn Welke, Bürgermeister Siegfried Eckert, Pfarrer Dominik Wille und die Kirchengemeinderatsvorsitzende Rosemarie Armbruster. Die Beteiligten haben nur kurz für das Foto ihre Masken abgenommen.