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Mitgliederversammlung Organisierte Nachbarschafts- und Altenhilfe

Positive Bilanz zog die Organisierte Nachbarschafts- und Altenhilfe bei ihrer Hauptversammlung am Dienstag, 05.12.2017 im Bürgersaal des Gutacher Rathauses. Positiv zumindest, was die Zahlen angeht, was die Helfer anbelangt, die sich für den Dienst am Mitmenschen auf freiwilliger Basis einsetzen, so könnten es allerdings mehr sein.

 

In Vertretung für den aktuellen Vorsitzenden Bürgermeister Siegfried Eckert - der Gutacher Bürgermeister sowie die Pfarrer beider Kirchen wechseln sich jährlich mit dem Vorsitz ab- führte Pfarrer Mirko Diepen durch die Versammlung.

"Wir erleben oft, wenn wir etwas Gutes tun, sind wir die Beschenkten", stimmte er mit einer weihnachtlichen "Engelsdienst"-Geschichte ein. Dies sei auch bei der organisierten Nachbarschafts- und Altenhilfe oft der Fall.

"Der leichte Pessimismus, den ich verbreitet habe, hat sich etwas gelegt", berichtete Geschäftsführer und Einsatzleiter Georg Pasternack von der Personalsituation. Die würde ein klein wenig besser aussehen, nachdem sich drei Personen bei ihm gemeldet hätten, die künftig im Helferteam mitwirken. "Trotzdem ist es ein schmaler Grat auf dem wir uns bewegen", unterstrich er. Auf zwölf Helferinnen, einen Helfer und eine kleine Reserve könne er zurückgreifen. Der hauswirtschaftliche Bereich sei knapp besetzt, auch Männer sind für schwerere Arbeiten, wie beispielsweise in Gärten sehr gefragt. "Wir hoffen, da tut sich ein Türchen auf".

Einsatzkräfte werden also nach wie vor dringend gesucht. Für sie gibt es zwar keinen Lohn aber eine Aufwandsentschädigung. "Davon können im Monat bis zu 200 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei verdient werden", ergänzte Vorstandsmitglied Volker Sahr.

 

In 2016 wurden 1727 Einsatzstunden gezählt und 4323 Kilometer gefahren. Bis Ende Oktober 2017 haben die Einsatzkräfte bisher 1530 Stunden auf dem Buckel und waren 1600 Kilometer unterwegs. "Das ist zwar weniger als im Vorjahr, doch es kann sich erfahrungsgemäß sehr schnell ändern", erinnerte Pasternack beispielsweise an die Auftragsfahrten zu Kliniken.

Wie Rechnerin Sylvia Obergfell bilanzierte, steht der Verein auf finanziell soliden Beinen und schreibt konstant schwarze Zahlen. Laut den Abrechnungen bis Ende Oktober 2017 und dem Entwurfsplan für 2018 werden die Jahre wieder mit einem Plus abschließen.

 

Ein Grund, weshalb die Vorstandschaft vorschlug, den Mitglieds-Jahresbeitrag bei 24 Euro zu belassen.

Wie Georg Pasternack vorausblickte, soll es auch im kommenden Jahr ein Helfertreffen geben. "Eine Gelegenheit sich kennenzulernen um sich gegenseitig zu berichten, was es den Helfern bringen kann. Es ist nämlich nicht nur ein Geben". Die Idee von zwei Frauen, das Angebot um Freizeitgestaltung zu erweitern, wird aufgegriffen. Während die Vorsitzenden nicht gewählt werden müssen, stellt sich das übrige Vorstandsteam alle vier Jahre zur Wahl. Georg Pasternack kündigte an, dass er sich gemeinsam mit Volker Sahr und Sylvia Obergfell zurückziehen will und sie in zwei Jahren nicht mehr für ihre Ämter zur Verfügung stehen. Pasternack und er selbst waren die "einsamen Kämpfer von Beginn an", erinnerte Sahr. Seit der Gründung im Jahr 2000 waren beide im Vorstandteam aktiv.

 

Christiane Agüera, Offenburger Tageblatt

 

 

Vereinsinfo:

 

Organisierte Nachbarschafts- und Altenhilfe Gutach e.V.

 

Geschäftsführer Georg Pasternack, Telefon: 07833/960455

 

Mitglieder: 168

 

Gründungsjahr: 2000

 

Besonderes: Kostenlose Pflegedienst-Beratung am ersten Donnerstag im Monat ab 14 Uhr im Gutacher Rathaus. Anmeldung unter Telefon: 07833/9388-80