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Neue Herausforderungen stehen an

Rück- und Ausblick auf das evangelische Kirchengemeindejahr in Gutach weist auf neue Aufgaben hin

Zum Erntedankfestzug in Gutach trafen sich am Sonntag, 06.10.2019 vor dem Gottesdienst Vertreter der politischen und kirchlichen Gemeinden sowie der Vereine. Die Trachtenkapelle und Trachtenträger führten den Zug an.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab Rosemarie Armbruster, Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats, den Gästen im Gemeindehaus einen Rück- und Ausblick auf die Aktivitäten der evangelischen Kirchengemeinde.

Einschneidende Veränderungen

Das vergangene Jahr sei geprägt von Abschieden und Veränderungen gewesen, sagte sie und zählte den Weggang von Pfarrer Mirko Diepen und der damit verbundenen Vakanzzeit zu den einschneidenden Ereignissen.

Mit großem Kraftaufwand hielten kirchliche und ehrenamtliche Mitarbeiter das Kirchengemeindeleben auch in der Vakanzzeit lebendig. Die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde hat sich intensiviert, und eine ökumenische Vereinbarung zwischen beiden Kirchengemeinden ist in Arbeit.

Künftig Pfarrer und Diakonin teilen

Sehr froh ist die Kirchengemeinde, dass die Pfarrstelle mit Dominik Wille im September neu besetzt wurde.

Neu für die Gutacher ist allerdings, dass sie sich den Pfarrer mit Hausach teilen müssen: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Pfarrer nicht mehr so präsent sein kann, wie wir es bisher gewohnt waren“, gab Armbruster zu bedenken.

Das erfordere in vielen Bereichen „gegenseitiges Verständnis, eine engere Zusammenarbeit und ein Aufeinanderzugehen“, sagte sie.

Ebenfalls begrüßte Armbruster die neue Diakonin Isabel Kimmer, die die kirchliche Arbeit nicht nur in Gutach (zu 25 Prozent ihrer Arbeitszeit), sondern auch in Hausach (25 Prozent) und Gengenbach (50 Prozent) unterstützt.

Gemeindehaus ist zu groß für die Kirchengemeinde

Aus der Summe der Gemeindemitglieder hatte die Evangelische Kirche die der Kirchengemeinde zustehende Gebäudefläche berechnet: „Demnach ist unser Gemeindehaus zu groß“, informierte die Kirchengemeinderatsvorsitzende.

Die zugewiesene Fläche ist nach einem Gebäudemasterplan Bemessungsgrundlage für die künftige Mitfinanzierung von Baumaßnahmen durch Mittel der evangelischen Landeskirche.

Selbst bezahlen

„Was darüber hinausgeht, muss die Kirchengemeinde zu 100 Prozent selbst finanzieren“, formulierte Armbruster die schlechte Nachricht. Doch: Das Dekanat bedachte die Gutacher mit einer „recht großzügigen“ Fläche, sodass der Eigenanteil „relativ gering“ ausfällt.

Sobald der Gebäudemasterplan am 12. November beschlossen ist, können die Sanierung der Heizung und Modernisierung der Küche angegangen werden.

Anfragen für die Nutzung des Gemeindehauses für Veranstaltungen gebe es bereits. „So sind wir zuversichtlich, dass wir unser Gemeindehaus erhalten können“, teilte Armbruster mit.

Neue Gesichter im Kindergarten

Der Kindergarten „Unterm Regenbogen“, platzt wegen guter Auslastung „aus allen Nähten“, so Armbruster. Sie hofft, dass der bereits fertig geplante Anbau noch in diesem Jahr begonnen werden kann.

Neben weiteren neuen Mitarbeitern dort begrüßte sie auch die neue Leitern Annette Furtwängler.

Orgelüberholung wird notwendig und teuer

Zudem konnte Armbruster berichten, dass mehrere Orgelbauer bei der Begutachtung der Orgel in der evangelischen Peterskirche einhellig der Meinung waren, dass es bei dem historisch wertvollen Instrument um ein sehr schönes und interessantes handle. Allerdings werde die dringende Überholung „ziemlich teuer“ werden.

Die Landeskirche gewährt allerdings einen Zuschuss, und es werden Fördergelder beim Denkmalamt und beim Deutschen Bundestag beantragt, versicherte sie mit einer Bitte um weitere Spenden für das Projekt.

Rosemarie Armbruster informiert zum Leben in der evangelischen Kirchengemeinde Gutach.