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Neue Kunstwerke von Hasemann und Liebich

Die Sammlungen des Kunstmuseums sind in den letzten Wochen um zwei Hasemann-Zeichnungen und ein Liebich-Gemälde reicher geworden. Mit jedem neuen Werk wird nicht nur das Museum für die Besucher interessanter, sondern es wird um weitere Geschichten reicher.

Das Liebich-Gemälde „Blühende Ginster am Bachufer“ war zuletzt in Hessen. Der Besitzer bekam es selber von einem Freund, der überzeugt war, er wüsste besser Kunst zu schätzen. Da das Gemälde zu der Inneneinrichtung seiner Wohnung aber nicht passte, recherchierte er, wo der Maler Curt Liebich herkam und wurde über die Internetseite des Kunstmuseums fündig. Nach einer Kontaktaufnahme und einigen Mails entschied er sich dazu, das Gemälde als Dauerleihgabe dem Kunstmuseum zu vermachten.

Es ist auch eine weitere schöne Geschichte, die mit der Schenkung der beiden Hasemann-Zeichnungen verbunden ist. Die Porträts des Gengenbacher Ziegeleibesitzers Joseph Isenmann und seiner Frau Barbara zeichnete Hasemann 1899 nach einem Original vom Haslacher Maler Carl Sandhaas (1801 – 1859). Nachdem die Kinder der 90-jährigen Ur-Urenkelin der Gemalten kein Interesse an die Porträts zeigten, wollte sie die Kunstwerke in guten Händen für die Zeit nach ihrem Ableben wissen. Der ihr bekannte Ortenberger Heimatforscher Hermann Bürkle schlug eine Schenkung an das Hasemann-Liebich-Museum vor. Nach der unkomplizierten Kontaktaufnahme wurde ein Termin zur Überreichung vereinbart. Die rüstige Seniorin freute sich über den weiteren Verbleib der Porträts, zeigte sich aber gerührt, sie von der Wand abzuhängen.

Die Dankbarkeit des Museums gilt dem Leihgeber und der Schenkerin, die durch ihr weitsichtiges Handeln ermöglichen, Kunstwerke der Namensträger des Museums zu erhalten und auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Jean-Philippe Naudet