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„Parallelwelten sind jetzt zu sehen“

Angela Faißt aus Hornberg zeigt ihre Werke / Vernissage von Freudentaler Alphornbläsern begleitet

Mit einer Vernissage ist die Ausstellung »Parallelwelten« von Angela Faißt, Bildende Künstlerin aus Hornberg, in der Galerie von Weber´s Esszeit eröffnet worden. Begleitet wurde die Veranstaltung von den Freudentaler Alphornbläsern.
Franzjoseph Held, künstlerischer Leiter der Akademie für Bildende Kunst in Lahr, hielt die Laudatio bei der Kunstausstellung zum Studienabschluss von Angela Faißt.

Durch Abstraktion und Deformation erhalte das Werk seinen zyklischen Charakter, stellte Held laut einer Mitteilung fest. Ihre Arbeiten würden den Betrachter durch die surrealen magischen Verdichtungen von Befindlichkeiten begeistern. Sie setze in ihren Werken humorvolle bis dramatische Akzente.
Es seien verrätselte Bilder aus dem Unterbewusstsein, mit starker Symbolhaftigkeit, so Held in seiner Laudatio. Für Angela Faißt sei jedes Strukturelement, jede Linie und Collage eine neue Erkenntnis und jeder Umriss definiere bei ihr die Imagination einer neuen Schöpfung.
Die Künstlerin überzeuge durch ein Zusammenspiel verschiedener Spannungsmomente, wie Harmonie, Überlagerung, Bewegung, Farbnuancen, Verdichtung und Auflösung, stellte der künstlerische Leiter der Akademie für Bildende Kunst in Lahr fest.
Das Wachstum, das sich in ihren Bildern vollziehe, folge den organischen Rhythmen einer schwebenden Fantasie, die durch die Bewegungen ihrer malenden Hand eingefangen und gelenkt werden. Ihre Arbeiten sind zu einer authentischen Bildsprache gereift.

Angela Faißt hat 2004 hat mit mehreren VHS Kursen begonnen, sich intensiver mit Farben und Materialien zu beschäftigen.
2014 entschied sie sich, ein Abendstudium in 12 Semestern zur Bildenden Künstlerin an der Akademie für Bildende Kunst in Lahr zu absolvieren, da für sie das Malen einen Alltagsausgleich darstellt und es ihr viel Freude macht, im Umgang mit Materialien, verschiedenen Maltechniken und Farben zu experimentieren, teilt sie unserer Zeitung mit.

Es sei spannend und interessant, wie aus der Mischung zwischen realen Bildern und Fotografien, die als Collage verwendet und mit Farben vermischt, getupft, gepinselt, gespachtelt oder bemalt werden, ein neues Bild entstehen kann. »Dabei kann ich mich in den Farben verlieren und plötzlich entsteht ein ganz neues Bild, anders als man sich zu Beginn vorgestellt hat oder man entdeckt neue Formen, Gesichter oder Dinge und lässt sie dann einfach neu entstehen«, so Faißt. So sind aus schwarz-weiß Fotografien und Farben neue Welten entstanden: Parallelwelten.

Die Ausstellung ist täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Die Künstlerin ist sonntags am 23. Oktober, am 13. November und am 4. Dezember vor Ort.

Schwarzwälder Bote

Angela Faißt stellt ihre Werke bei Weber's Esszeit aus.

Bürgermeister Siegfried Eckert freute sich über die Einladung zur Ausstellungseröffnung von Angela Faißt und stieß mit der Künstlerin vor Weber´s Esszeit auf ihre "Parallelwelten" an.