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Pavillon ist ein neuer Treffpunkt

Laube auf dem nördlichen Gelände des Gutacher Freilichtmuseums soll Besuchern Schutz bieten

Die Zeit des Lockdowns wird im Gutacher Freilichtmuseum Vogtsbauernhof weiterhin eifrig genutzt, um Verbesserungen zu schaffen. So entsteht im nördlichen Bereich des Geländes ein weiterer Pavillon als Treffpunkt und Schutz für die Besucher. Durch den Pavillon sollen die Besucherströme im Sinne der Corona-Maßnahmen besser gelenkt und entzerrt werden, erzählt Tamara Schwenk vom Museum.

Mit der »Laube Nord« baut das Museum Vogtsbauernhof  einen größeren, überdachten Platz auf der Erweiterungsfläche des Museumsgeländes. Es handelt sich um einen zu allen Seiten offenen Pavillon in Form eines Achtecks mit einem Durchmesser von acht Metern. Etwa 30 Personen können sich dort unterstellen, informiert der technische Leiter des Museums, Horst Biegert. Das nördliche Gelände soll dadurch weiterentwickelt werden.

Sitzmöglichkeiten und Beleuchtung

Die Laube ist auch als weiterer Informationspunkt sowie Startpunkt für Führungen gedacht. Sie wird mit einfachen Sitzmöglichkeiten sowie einem Stromanschluss und Beleuchtung ausgestattet. Die Besucher können dort vor Regen Schutz suchen oder vespern. Der Pavillon entspricht in seiner Bauart dem bereits bestehenden Besucherpavillon weiter südlich auf dem Gelände, gegenüber dem Eingangsgebäude. Dieser hat einen Durchmesser von elf Metern. Der neue Pavillon wird transparent und die Seiten werden offen sein. Der Blick wird durch die Laube nicht zugebaut, erzählt Biegert, denn das wäre schade. Es besteht jedoch die Möglichkeit, an den Seiten eine Brüstung einzubauen.

Ein Ziel ist es, dass sich die neue Laube in die historische Hauslandschaft des Freilichtmuseums harmonisch einfügt und nicht als Fremdkörper wahrgenommen wird. Trotzdem soll deutlich erkennbar sein, dass es sich um kein historisches Gebäude handelt, betont Biegert im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.

Ein Bodenfundament wurde angelegt und die Trägerteile gebaut. Das Hauptmaterial ist Holz, das Dach wird ein Kupferdach. Das sei zwar nicht die kostengünstigste Möglichkeit, aber nachhaltig. Der Pavillon im Eingangsbereich sei vor 38 Jahren aus den gleichen Materialien gebaut worden und es seien noch keine Reparaturen nötig, so der technische Leiter.

Der Bau der »Laube Nord« wurde über das Bundesförderprogramm »Neustart Kultur« der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglicht. Die Kosten liegen laut dem Technischen Leiter des Museums im sechsstelligen Bereich und werden zu 90 Prozent gefördert. Der Förderantrag wurde im September 2020 gestellt, im Januar 2021 genehmigt und in zwei Wochen soll der Pavillon fertig sein.

Info: Das Bauunternehmen Clemens Kaltenbach aus Hornberg hat die Boden- und Fundamentarbeiten, die Firma Kaspar Holzbau aus Gutach die Zimmerarbeiten übernommen.

Christina Kornfeld, Schwarzwälder Bote

Der Technische Leiter des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof, Horst Biegert, vor der Laube auf dem nördlichen Gelände, die in zwei Wochen fertig sein soll.