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Renate Wasmer: Acht Jahre für Kinder und Jugendliche

Sie haben bekannt gegeben, nicht mehr für den Vorsitz des Fördervereins zu kandidieren. Warum?
Renate Wasmer: Es wird Zeit, dass die Generation der Väter und Mütter ans Ruder kommt und die Omas abtreten. Und wenn es junge Leute gibt, die Verantwortung übernehmen wollen, mache ich gern Platz. Seit ich nicht mehr Lehrerin bin, bin ich einfach nicht mehr so nah dran.

Was waren denn Ihre persönlichen Höhepunkte in den acht Jahren?
Wasmer: Einer davon war sicher der Kinderspielplatz in der Grub, das war auch finanziell die größte Beteiligung. Insgesamt sind rund 10 000 Euro in das Projekt geflossen. Die Initiative, die von uns ausging, hat dazu beigetragen, dass der Spielplatz renoviert wurde. Er ging einst aus einer Eigeninitiative der Anlieger hervor, die die Spielgeräte mit dem Erlös ihrer Grub-Feste finanziert hat. Aber auch regelmäßige Angebote wie der Kochkurs lagen mir am Herzen. Ich bin dankbar, dass wir dafür immer die Schulküche nutzen durften, und dass wir das mit der Hilfe von Rita Zajonc jedes Jahr einem Jahrgang anbieten konnten.

Woher kamen die Einnahmen des Vereins außer den Mitgliedsbeiträgen?
Wasmer: Wir haben uns in den letzten Jahren immer mit einem Bücherflohmarkt am Hobbykünstlermarkt beteiligt. Das waren nicht nur gute Einnahmen, sondern auch gute Gelegenheiten, uns zu präsentieren und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Das war mir sehr wichtig. Deshalb habe ich mich auch sehr darüber gefreut, dass immer mehr Spenden auch von Vereinen wie der Jagdgenossenschaft oder auch nach Beerdigungen kamen. Das ist eine große Wertschätzung des Fördervereins.

In der Hauptversammlung im vergangenen Jahr wurden Defizite bei der Förderung der Jugend angesprochen. Hat sich da etwas getan?
Wasmer: Ja, da hat sich schon etwas getan. Thomas Albrecht hat regelmäßige Kinoabende angeregt, um für Jugendliche etwas zu tun. Das wurde mit Hilfe von Pfarrer Mirko Diepen und weiteren Vereinen bereits umgesetzt. Die Gemeinde hat ja bei der Veranstaltung »Gemeinde trifft Jugend« versprochen, dass sie sich mit den älteren Jugendlichen mal trifft, um den Bedarf auszuloten.

Und wenn dieser Bedarf etwas kostet, wäre der Förderverein auch offen?
Wasmer: Selbstverständlich, die Zielgruppe unserer Vereinssatzung geht von 0 bis 18 Jahren. Wir möchten alle Altersgruppen abdecken und haben auch schon Spielzeug für Krabbelgruppen finanziert. Auch bei der Ferienbetreuung spendieren wir immer eine Unternehmung, und auch die Mathematikwettbewerbe der Schule oder besondere Angebote wie »Mein Körper gehört mir« haben wir immer unterstützt.

Wie ist die Mitgliederentwicklung?
Wasmer: Die ist ziemlich konstant.

Sie bleiben im Verein?
Wasmer: Selbstverständlich bleibe ich Mitglied im Verein. Da geht niemand raus, wenn nicht durch Tod oder Wegzug. Der Verein lebt von den 20 Euro Jahresbeitrag der Mitglieder. Und außerdem: Es war ein tolles Team, die Arbeit hat viel Spaß gemacht.

Offenburger Tageblatt/Claudia Ramsteiner

Renate Wasmer gibt den Vorsitz des Gutacher Fördervereins für Kinder und Jugendliche ab. ©Claudia Ramsteiner