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Schwarzwaldverein Gutach besucht den Nationalpark

Am Sonntag, den 24. Juli 2022 wanderte eine Gruppe des Gutacher Schwarzwaldvereins unter der Führung von Wanderführer Christian Ostgathe im Nationalpark Schwarzwald am Ruhestein. Um acht Uhr morgens machten sich die neun Teilnehmer in Fahrgemeinschaften auf den Weg zum Naturparkzentrum an der Schwarzwaldhochstraße. Dort angekommen schnürten alle ihre Schuhe, packten ihre Rucksäcke und kurze Zeit später tauchten dann alle in die wunderschöne und einzigartige Natur des Nationalparks ein. Begleitet wurden die Wanderer von traumhaftem Wetter mit leichten Windböen, welche für ein angenehmes Klima während der Tour sorgten. Nach kurzer Einleitung am Infopunkt im Tal, stieg man über den Skihang zum Seensteig auf, über den die Gruppe kurze Zeit später die Grinden am Seekopf erreichte. Immer wieder gab es kleinere Informationspausen in denen Christian Ostgathe etwas zur Arbeit im Park und zu den Pflanzen und Tieren erklärte.

Ebenfalls gab er Auskunft über die Besucherlenkung im Park und erklärte warum zu bestimmten Zeiten im Jahr einige Wanderwege im Nationalpark gesperrt werden. Nachdem man am Seekopf eine Erfrischungspause eingelegt hatte, führte die Tour nun zum Genussteil der Wanderung. Am Wildseeblick erfreuten sich alle ob des guten Wetters am wunderschönen Panorama über den Wildsee und dem Schwarzwald. Weiter ging es über die Grabstätte von Dr. Julius Euting, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts bereits für die Natur am Ruhestein verdient gemacht hatte, über den oberen Rand der Karwand zum Wildsee. Dabei veränderte sich der Schotterweg immer mehr zu einem wilden Pfad. Da der Bannwald in der Karwand am Wildsee in der Kernzone des Nationalparks liegt, greift hier der Mensch nicht mehr in die Waldlandschaft ein. Hier wird alles sich selbst überlassen. Die Natur reguliert das Leben und Sterben im Wald. Dementsprechend geht es beim Weg zum Wildsee im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein – eben wie in einem Dschungel. Die Wanderer drangen immer tiefer ins Dickicht vor bis sie am Ufer des Sees von dem Ausblick über die Karwand überwältigt wurden.

Während man die tolle Aussicht genoss, stärkten sich alle Teilnehmer bei einer Vesperpause. Der Wanderführer reichte dazu Likör und Gebäck. Es folgte der spannendste Teil der Tour. Am See vorbei erfolgte der Aufstieg durch den Bannwald und an der Karwand empor. Alte, verwesende Bäume, große kraftvolle Felsbrocken und dicke Baumwurzeln säumten den Weg. Teilweise auf allen Vieren kam die Gruppe der Flora und Fauna so nah, dass selbst Moose und Pilze oder Käfer am Waldboden gut zu beobachten waren.  Nach dieser intensiven Naturerfahrung kehrten alle in der Darmstädter Hütte zur Mittagseinkehr ein. Dort bedankte sich Jutta Wöhrle im Namen der Teilnehmer bei Wanderführer Christian Ostgathe mit einem Geschenk für die informative Tour und die Organisation.

Gut gestärkt und gelaunt trat man den Rückweg zum Ruhestein an um schließlich die interaktive Dauerausstellung im neuen Naturparkzentrum am Ruhestein zu besuchen. Dort konnten dann alle Wanderer das zuvor in der echten und wilden Natur Erlebte noch einmal vertiefen und genossen die zahlreichen animierten Videobeiträge und Spezialeffekte zum Thema „Wald“ in unserer wunderschönen Heimat. Anschließend traten dann alle gemeinsam den Heimweg nach Gutach an.

Christian Ostgathe

Wandergruppe am Ufer des Wildsees.

Unterwegs auf dem Wildseesteig.