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Seit 2015 werden Kosten aktualisiert

Weiterhin schleppende Planung für Bahnunterführung

 

Seit Jahrzehnten kämpft Gutach für die Beseitigung des letzten verbliebenen schienengleichen Bahnübergangs an der B 33. Und alle Jahre wieder erkundigt sich Bürgermeister Siegfried Eckert zum Jahresende nach dem Stand des Projekts. Die Antworten unterscheiden sich nur minimal. Anstelle des Bahnübergangs ist eine Unterführung mit Grundwasserwanne vorgesehen.

 

Die Gesamtkosten dafür wurden mit 13,371 Millionen veranschlagt – das ist allerdings schon acht Jahre her. Kostenträger sind der Bund und die DB-Netz AG, wobei der Bund zwei Drittel (ein Drittel Schiene und ein Drittel Straße« und die DBNetz ein Drittel der Kosten übernehmen. Wie das Regierungspräsidium auf die Anfrage des Gutacher Bürgermeisters nun mitteilte, sei der Vorentwurf vom Verkehrsministerium im September 2015 ans Regierungspräsidium weitergeleitet worden mit der Maßgabe, die Kostenberechnung zu aktualisieren.

 

Seit der Planaufstellung 2009 seien auch etliche neue Richtlinen eingeführt worden, die zu beachten seien. Die Entwurfsplanung werde vom gleichen Ingenieurbüro überarbeitet, das den Entwurf erstellt hat: das Bü-ro RS-Ingenieure in Achern. »Dann werden die Unterlagen für die Genehmigungsplanung erstellt und das Planfeststellungsverfahren eingeleitet«, heißt es in dem Brief des Regierungspräsidiums an die Gemeinde. Im Bereich der Landschaftsplanung seien bereits eine ganze Reihe von Gutachten vergeben worden. Die faunistischen Kartierungen fänden ab Februar 2018 im Gelände statt.

 

Danach würden die Ausgleichsmaßnahmen geplant und abgestimmt. Das Regierungspräsidium rechnet mit der Fertigstellung der Gutachten zum Spätjahr 2018.

 

Im Oktober 2016 sei in Abstimmung mit der Deutschen Bahn die Realisierung der Gemeinschaftsmaßnahme mittelfristig in Aussicht gestellt worden. Vor diesem Hintergrund habe die Bahn den sanierungsbedürftigen Übergang mit »entsprechend reduziertem Aufwand« erhalten. Nach der Aktualisierung der Planung und der Kostenberechnung müsse eine Planungsvereinbarung mit der Bahn geschlossen werden, die die Zuständigkeiten und Abläufe der Planung regelt. Dann werde die Kreuzungsvereinbarung neu aufgestellt und vom Eisenbahnbundesamt genehmigt.

 

Für Januar 2018 kündigte das Regierungspräsidium einen Termin mit allen Beteiligten an, bei dem das weitere Vorgehen und ein Zeitplan ausgearbeitet werden soll.

 

Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt