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Siegfried Eckert im Geburtstagsglück

Der Gutacher Bürgermeister Siegfried Eckert feierte am Sonntag, 24. November, seinen 65. Geburtstag. Dass er die achtjährige Wahlperiode möglichst voll machen will, hat er bereits bei seiner Wiederwahl im Mai verkündet. Jetzt freut er sich erst einmal über drei Geburtstaggeschenke.

Rente mit 67? Mit 69? Siegfried Eckert strahlt: Wenn’s so gut läuft wie jetzt grad, dann hält er sehr gern durch bis zum Ende seiner Wahlperiode. Dann wird er knapp 73 Jahre alt sein. Warum er seine Arbeit als „Traumjob“ betrachtet, liege zum einen daran, dass er auch mit dem neu gewählten Gemeinderat „richtig was anpacken kann”, und dass man im Ort zusammenhält. Und zurzeit „läuft’s einfach super für Gutach“.

Die lahmende Gastronomie im Ort hatte er vor einigen Jahren zur Chefsache gemacht, um sie „auf einen Level zu heben, der unseren touristischen Einrichtungen gerecht wird“. Und nun darf er ernten, was er gesät hat: Die Krone in der Ortsmitte läuft wieder sehr gut, der „Engel“ im Obertal ebenfalls – dort werden nächstes Jahr auch endlich die Campingurlauber einen Platz finden –, und heute startet mit „Webers Esszeit“ ein weiterer  „Leuchtturm der Gastronomie“.

Ganz besonders freut er sich aber, dass er zu seinem Geburtstag morgen der Bevölkerung ein besonderes Geschenk machen kann: einen Käufer für die „Linde“. „Das war einer der Gründe, dass ich mich noch einmal zur Wahl gestellt habe – ich wollte keinem Nachfolger eine Suppe hinterlassen, die er dann auslöffeln muss“, sagte er im Gespräch mit dem
Offenburger Tageblatt.

Es war am 24. November 2018, als der Gutacher Bürgermeister Siegfried Eckert an seinem Geburtstag vor genau einem Jahr den ersten Kontakt zu Wolfgang Scheidtweiler hatte. Dieser war über eine Bekannte der Gemeinderätin Susanne Heinzmann zustande gekommen.

Beschluss zu Erntedank

Zweimal sei Scheidtweiler im Gemeinderat gewesen und habe angekündigt, dass er das Projekt noch seiner Frau zeigen wolle. Und findig, wie die Gutacher nun mal sind, haben sie den Brauereibesitzer und seine Frau just zum Erntedankfest eingeladen. Man muss ja mit seinen Pfunden wuchern. Und die bekennenden Christen ergötzten sich an der Dorfidylle, der vollen Kirche, den vielen Trachten, der Blasmusik – und mittendrin die „Linde“. Am Tag darauf habe der Pforzheimer Eckert am Telefon verkündet: „Wir müssen das tun.“

Bauträger gefunden

Doch das ist noch nicht alles. Auch beim Baugebiet Hasemannweg, für das mit dem Kauf des Alemoserhofs auch schon vor längerer Zeit die Weichen gestellt wurden, gibt es gute Neuigkeiten: Ein Bauträger wird das gesamte Gebiet mit zehn bis zwölf Bauplätzen und dem Alemoserhof übernehmen, bebauen und vermarkten. Angedacht seien dort auch Betriebswohnungen für Gutacher Unternehmen, die damit Fachkräfte anwerben oder sichern könnten. Ob der Bauträger auch die Erschließung übernimmt, oder ob dies die Gemeinde selbst macht, sei noch nicht entschieden.

Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt