im Schwarzwald | Heimat des Bollenhutes

Singspiel "Simeon" begeistert in der Kirche

Akkordeonorchester Gutach und ein Kinderchor führen zum zehnten Mal Weihnachtsmusical auf

 

Das Singspiel „Simeon“ begeisterte zum zweiten Advent eine große Zuschauerzahl in der Gutacher Dorfkirche. Eine „ganz besondere Weihnachtsgeschichte“ kündigte Pfarrer Mirko Diepen am Sonntag in der voll besetzten Dorfkirche an. Und eine ganz besondere Geschichte war es auch, die das Akkordeonorchester und ein Kinderchor unter der Leitung von Gabi Billharz mit dem Musical „Simeon“ da erzählten: Die Geschichte von Simeon, der sein ganzes Leben auf den versprochenen Messias wartete und am Ende mit der Begegnung mit dem Christuskind belohnt wurde. Das Ganze war dem gleichnamigen Adonia-Musical nachempfunden und von Gabi Billharz sehr stimmig für die 48 Gutacher Akteure umgeschrieben worden: Mit eingängiger, rasanter Musik des Kinderchors und der Instrumentalgruppe und in den Jugendlichen abgelauschter Sprache.

 

Foto: Das Akkordeonorchester und ein Kinderchor unter der Leitung von Gabi Billharz führten zum 10. Mal in der Gutacher Peterskirche ein Weihnachtsmusical auf – und begeisterten restlos.

 

Los ging’s mit dem temperamentvollen „Der Himmel kommt zu uns“. Ein König in prächtigem Gewand will ebenfalls auftreten und wird auf die Rolle des Erzählers verwiesen. Und der Weihnachtsmann schaut auch vorbei; da er in der Weihnachtsgeschichte als Mitspieler nicht vorkommt, verteilt er eben Geschenke an die Chorkinder. „Das Wunder von Weihnachten“ erschallt es vielstimmig und Simeon begibt sich auf die Suche nach dem Messias. Aber da heißt es „Warten, weiter warten“.

Ein Priester kündigt mit dem Propheten Jeremias einen neuen König an, der dem König David alle Ehre machen soll. Ausgelassen und pfiffig mit sonnenbebrillten Engeln singt der Chor „Eine ganz normale Nacht“ und den Hirten wird mit dem Kanon „Ehre sei Gott in der Höhe“ die Ankunft des Heilands verkündet. Sie ziehen zum Stall von Bethlehem und die Hirten sehen wahrhaftig das Kind: „Unser Retter ist da“ heißt der jubilierende Gesang.

Simeon will zur Weihe des neuen Königs in den Tempel gehen; aber wieder heißt es vielstimmig „Warten, warten, warten“. Schließlich entdeckt Simeon den Gottessohn mit seinen Eltern auf dem Markt. „An ihm wird sich entscheiden, ob einer gerettet wird oder zu Fall kommt“, ruft er verzückt und der Chor singt „Der Himmel kommt zu uns“, wobei über den Kindern zahlreiche Sterne aufgehen. „Mit eigenen Augen hab’ ich’s gesehen“, jubelt Simeon. „Jetzt kann ich in Frieden sterben.“ Vom Chor und dem Orchester erschallt das jubilierende Finale „Unser Retter ist da“ und ein Schriftzug erscheint: „Jesus ist da!“

Der Beifall der begeisterten Zuschauer will gar nicht mehr aufhören und so gibt es noch eine Zugabe: Ein Lied aus dem letzten Singspiel vor zwei Jahren.

 

Andreas Buchta, Offenburger Tageblatt