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Unterstützung für Bahnhalt "Gutach-City"

Landtagskandidatin Marion Gentges (CDU) besucht Gutach virtuell

Nachdem die Besuche der Landtagskandidaten in der jüngsten Gutacher Gemeinderatssitzung kritisiert und die Vorbildfunktion angemahnt wurde, startete Marion Gentges (CDU) in Gutach ihren ersten Gemeindebesuch im Kinzigtal virtuell. Trotz etlicher technikbedingter Ausfälle gelang die Aussprache mit Bürgermeister Siegfried Eckert und den Gemeinderäten Mike Lauble, Karla Wöhrle (beide CDU) und Thomas Albrecht (Freie Wähler) sehr gut.

Ihre volle Unterstützung sagte Marion Gentges dem Projekt „Bahnhalt Gutach City“ zu, wie ihn Bürgermeister Siegfried Eckert scherzhaft nannte. Sein Wolfacher Kollege Thomas Geppert sei an diesem Thema für Kirnbach ja auch dran, man wolle hier „gemeinsam marschieren“.
Die Gemeinderäte strichen die Bedeutung gerade auch für den Schülerverkehr heraus, und Karla Wöhrle auch für die Jugendlichen, die nachmittags und abends überhaupt keine Möglichkeit mehr hätten, aus Gutach herauszukommen.
Die Erweiterung des Hotels „Linde“ mit 60 Betten und das neue Wohngebiet „Lindenmatten“ spiele einem Bahnhalt hinter der „Linde“ ebenfalls in die Karten, betonte Eckert. Gerade, da wegen des Aufenthalts in Hornberg nicht einmal der Fahrplan geändert werden müsste – sonst immer eine der größten Hürden – hält Marion Gentges das Projekt für realistisch und wolle sich mit aller Kraft auch dafür einsetzen.

Mit unkomplizierten Schnelltests könnte man das Infektionsrisiko in der Coronapandemie um 90 Prozent reduzieren, weil dann „nur negativ Getestete zusammenkommen“, schätzt Gentges. Das Kultusministerium habe nun mit der Tübinger Ärztin Lisa Federle eine Teststrategie erarbeitet, mit der auch Kindergärten und Schulen wieder öffnen könnten, mit Apotheken und den Kreisimpfzentren hält die Landtagsabgeordnete dies für umsetzbar.

Angesprochen wurde auch der aktuelle Fall „Bauen im Außenbereich“ im Gutacher Bachgrund

Sie sei durch das Offenburger Tageblatt darauf aufmerksam geworden. Gerade in topografisch schwieriger Lage sei man froh darum, dass Landwirte noch Offenhaltung betreiben. Diese starre Haltung gehe „weit am gesunden Menschenverstand vorbei“. Sie habe das Landwirtschaftsministerium eingeschaltet und werde auch mit dem Landratsamt noch sprechen, versprach Gentges.

Thomas Albrecht sprach sie auf das Problem an, dass immer häufiger die Stromversorgung kurz unterbrochen wird – zum Schaden empfindlicher Maschinen. Bisher habe Atom und Kohle eine Grundlast geliefert. Die Vorstellung, energietechnisch völlig autark zu werden, halte sie für unrealistisch, man werde für den Zukauf von Strom aber künftig weniger auf Atomstrom als mehr auf Länder setzen müssen, wo regenerative Energie dauerhaft produziert werden kann.

Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt

Screenshot aus der virtuellen Konferenz mit Frau Marion Gentges (CDU).