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Visionen „made in Gutach“

Der Probelauf für den „Zukunftskern“ im Gutacher Alemoserhof wird von den Initiatoren, den jungen Teilnehmern und den regionalen Unternehmen sehr positiv bewertet.

 

Es lag eine positive Spannung in der Luft, als sich am Freitag, 21.01.2022 die Initiatoren des „Zukunftskerns“ im Alemoserhof, die Studierenden, die dort eine Woche im ersten „Solution Lab“ arbeiteten, potenzielle Partner dieses Knotenpunkts aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Vertreter von regionalen Unternehmen zum Abschluss dieses ersten Probelaufs trafen. Die Mischung aus inspirierenden Referaten, Workshops und Präsentationen traf offensichtlich den richtigen Nerv.

Am Vormittag stellten Architekt Hardy Happle und Sciconomy-Geschäftsführer Carsten Hutt den „Zukunftskern“ vor. Dieser sei ein Versuch, fremde Menschen reinzuholen und gemeinsam neue Wege zu suchen. Die Wissenschaft könne dafür Strategien bieten, Prozesse begleiten und eine Plattform schaffen, sagte Hansjörg Krewello, Professor an der Hochschule Kehl, der die „interdisziplinäre Arbeit als sehr bereichernd“ empfindet.

Sebastian Lebek, Vorstand der Sparkasse Kinzigtal, arbeitete im Workshop „Wie schaffen wir es, den ,Zukunftskern‘ als Innovationsschmiede und Talentpool für die regionale Wirtschaft zu etablieren?“ Es gehe auch darum, die jungen Menschen, die hier ins Kinzigtal kommen, „für uns zu begeistern, damit wir sie als Fach- und Führungskräfte in der Region halten können“.

Auch Larissa Doll, bei der Richard Neumayer Gesellschaft für Umformtechnik zuständig fürs Marketing, sieht dieses „spannende Projekt als Chance für die Unternehmen der Region, sich besser zu vernetzen und voneinander sowie von der Expertise der jungen Menschen zu lernen und zu profitieren.“ Der Tag in der Gutacher Festhalle habe eine gute Chance geboten, das Projekt von Anfang an mitzugestalten.

„Ich habe in der kurzen Zeit hier unglaublich viele offene Menschen erlebt, das war ein super Tag. Die Idee, intelligente, kreative und unverbaute Menschen an Aufgaben zu setzen, ist eine super Idee“, lobte der Psychologe Wolf Liebich, der als Coach die große und mittlere Industrie in Sachen Strategie, Personal- und Organisationsentwicklung berät.

Eines wurde jedenfalls an diesem Tag sehr deutlich: Der „Zukunftskern“ will nicht als abgehobenes Ufo über den Dingen schweben, sondern er will mit der Region verwachsen. Das reicht vom „Baustellenbier“, bei dem die Einheimischen auch während der Sanierung im Alemoserhof willkommen sein sollen, bis zur Verknüpfung mit der Kunst und Kultur der Region.

Wie die Studierenden in einem Wort diese Woche in Gutach beschreiben würden? „Spannend“, sagt Maxence aus Frankreich, „herzlich“ Surya aus Deutschland und „inspirierend“ Sara aus Brasilien.

Bürgermeister Siegfried Eckert fasste sich ebenfalls kurz: „Ich freue mich auf eine gemeinsame Zukunft.“

Mehr zum Thema lesen Sie im Offenburger Tageblatt vom 22. Januar.

Claudia Ramsteiner, Offenburger Tageblatt

 

In der Festhalle wurden die Ergebnisse des Solution Labs vorgestellt.

„Es war rundum positiv“, zeigte sich Carsten Hutt, Professor und Geschäftsführer der Firma Sciconomy in Freiburg, sehr zufrieden. Er sprach von einer „super Zusammenarbeit mit der Kommune“. Und ob Bauhof oder das Team von der „Krone“ – alle seien herzlich und kompetent zur Stelle gewesen, wenn sie gebraucht wurden, lobte Hutt.

Die Workshops zu vier Themen des "Zukunftskerns" erarbeiteten in der Gutacher Festhalle und im Rathaus jede Menge Ideen für die Region und weit darüber hinaus.

Auch interessierte Gemeinderäte ließen sich gerne das Projekt "Zukunftskern" erläutern.