im Schwarzwald | Heimat des Bollenhutes

Wanderung des Schwarzwaldvereins Gutach in Nußbach

Mit neun interessierten Wanderfreunden des Schwarzwaldvereins Gutach machte sich Hubert Kienzler bei prächtigem Spätsommerwetter „auf die Spuren der Landzustellung der Deutschen Bundespost in den Sechziger Jahren“. Es war die zweite Tour in seinem Heimatort Nußbach. Im Vorjahr hatte der frühere Briefträger seinen Begleitern das Hintertal näher gebracht, bei der Fortsetzung lernten sie nun das landschaftlich ebenfalls reizvolle Vordertal kennen.

Vom Sportplatz aus ging’s nun in die andere Richtung. Beim Kammererbauer schauten sich die Wanderer die Hofkapelle an. Während des Anstiegs vorbei am Tuchenbauer zur Sommerauer Höhe, wo die B 33 überquert wurde, luden immer mal wieder reife Brombeeren am Wegesrand zum Naschen ein. Über die Obere Steinhalde führte die Strecke Richtung Staude und vorbei am vorderen und hinteren Bopper und Tälerbauer hoch zur Gemarkungsgrenze Nußbach/Gremmelsbach. Von hier boten sich am Waldrand entlang immer wieder schöne Ausblicke. So sah man oberhalb des Kreisbachtals ins Hohnental mit seinen vier Höfen. Und Hubert Kienzler, der all seine Touren akribisch vorbereitet, hatte auch in der Corona-Zeit keine Mühe gescheut, um seinen Mitwanderern etwas Besonderes zu bieten. Diesmal sorgte er dafür, dass die Gruppe beim Hof der Familie Schwer im Oberhohnen an eigens aufgestellten Biertischen und -bänken bequem vespern konnte. Dort spendierte er allen Liköre, Schnaps und Kekse.

Nach angeregtem Austausch mit den freundlichen Gastgebern wanderte die Gruppe weiter über den Feißesberg mit Blick auf Triberg zur Räuberhöhle. Von dort lohnte sich der ungeplante Abstecher zum nahen Dreibahnenblick auf dem Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad. Vorbei am unerwartet großen Pfriemenhäusle an der Bahnlinie, am ehemaligen Bahnhof Nußbach und an der früheren Bahnhofsgaststätte ging’s zurück in den Ortskern. Bei der Einkehr im Gasthaus „s’ Felix“, das extra für die Gutacher Wanderer geöffnet hatte, dankten sie Hubert Kienzler für eine 18 Kilometer lange Tour, die ihr kundiger Wanderführer auf seine unnachahmliche Art mit vielen interessanten Informationen und Erzählungen aus vergangenen Zeiten bereichert hatte.

Annemarie Zwick